Der Verein Frauen für Frauen Burgenland wurde im Dezember 1988 mit den Zielen gegründet,
die Lebenssituation burgenländischer Frauen und Mädchen zu verbessern und zwar durch:
Beratung
Gruppen, Kurse und Veranstaltungen
Öffentlichkeitsarbeit zu frauenpolitischen Fragen

Unser Verein ist Trägerin
der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Oberwart
der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing
der Frauen-, Mädchen- und Familienberatung Jennersdorf (Außenstelle von Güssing)

Kürzlich machten wir am Markt in Güssing auf die Eintragungswoche des Frauenvolksbegehren aufmerksam. Bis Ende der Woche kann noch unterzeichnet werden!
Alle Infos hier: https://frauenvolksbegehren.at/wo-unterschreiben/

WORKSHOP – BEWERBUNGSTRAINING FÜR FRAUEN MIT NICHT DEUTSCHER MUTTERSPRACHE

Das Frauenberufszentrum in Oberwart und der dazugehörige Frauen Raum werden im Auftrag vom AMS Burgenland durchgeführt. Frauen aus dem Bezirk bekommen hier wichtige Informationen, die den Wiedereinstieg in den Job erleichtern.

„Der von uns angebotene Frauen Raum macht das Vertiefen der Deutschkenntnisse möglich. Frauen kommen zu uns, um Unterstützung beim Lernen zu bekommen. Der neue, zusätzliche Workshop soll ihnen die Grundkenntnisse aus dem Bereich Bewerbungstraining vermitteln. Gleichzeitig wird weiterhin die Sprache gelernt“, so Freißmuth, die Projektleiterin vom Frauenberufszentrum. „Die Infos über den Inhalt der Bewerbungsmappe und über Fragen aus dem Vorstellungsgespräch bringen die Frauen auf dem Weg in die Arbeitswelt weiter. Auch die Jobinserate sind ein wichtiges Thema – sie zu verstehen ist auch manchmal eine Hürde“.

Das Angebot startet am 18. September. Jeden Dienstag in der Zeit von 14.00-16.00 Uhr und Mittwoch von 9.00-11.00 Uhr ist es möglich, an dem Unterricht teilzunehmen.

Nähere Informationen unter 03352-33855,

Frauenberatungsstelle/FRIDA Frauenbibliothek, 7400 Oberwart, Prinz Eugen-Straße 12.

Am Foto von links nach rechts:

Conny Pichlmaier, Lisa Diewald und Magdalena Freißmuth

Infotag im Frauenberufszentrum Oberwart

Am 4. September hat, wie jeden Monat, ein Infotag im Frauenberufszentrum Oberwart stattgefunden. Das Frauenberufszentrum bietet den an Aus- und Weiterbildung interessierten Frauen die Möglichkeit, sich beraten zu lassen, um den Weg der Umorientierung oder des Wiedereinstiegs zu erleichtern.

„Wir bieten drei verschiedene Workshops an. Frau kann wählen zwischen FiT - Workshop (Frauen in Handwerk und Technik), FIT im Lernen und Perspektivenwerkstätte - je nachdem, in welche Richtung sie sich weiterentwickeln möchte und welche Ausbildung angestrebt wird“, so Mag.ª Magdalena Freißmuth, die das FBZ leitet.

Die Zuweisung erfolgt durch die Regionalstellen des AMS, das Angebot ist an alle arbeitslosen und arbeitssuchenden Frauen im Südburggenland gerichtet.

„Manche Frauen brauchen gezielte Unterstützung bei der (Neu-)Orientierung oder dem Wiedereinstieg“, so Freißmuth, „während der Teilnahme an der Perspektivenwerkstätte erarbeiten sie neue Alternativen und Optionen, erfahren von neuen Möglichkeiten am Bildungsmarkt, um so die richtige Entscheidung für ihre berufliche Zukunft zu treffen“.

Foto: Magdalena Freißmuth, Anita Wernisch

FemiNINA - neu in Oberwart

FemiNINA ist ein neues, ergänzendes Angebot in der Frauenberatungsstelle Oberwart. Ab sofort ist die Beratungsstelle auch eine Informationsstelle für Frauen- und Mädchengesundheit. Frau bekommt hier Informationen über aktuelle Angebote und Programme zum Thema Gesundheitsvorsorge und -prävention.

Für den Herbst sind bereits zahlreiche Informations- sowie Diskussionsveranstaltungen, Gruppen- und Workshopangebote geplant.

Bereits am 25. September findet die medizinische Beratung mit Dr.in Verena Seidler-Leirer statt. „In der Atmosphäre der Frauenberatungsstelle findet frau genug Zeit und Raum, ihre Anliegen zu Gesundheit und Wohlbefinden bzw. die medizinischen Fragestellungen mit mir zu besprechen“, so Dr.in Seidler-Leirer.

„In unserer Beratungsstelle direkt, auf unserer Homepage oder unter 03352/33855 bekommen interessierte Frauen Informationen über unser Herbstprogramm. Es ist uns wichtig, Frauen in Gesundheitsfragen zu unterstützen und sie mit wichtigen Infos zur Gesundheitsprophylaxe auszustatten“, meint Geschäftsführerin Mag.a Magdalena Freißmuth.

Foto: Magdalena Freißmuth, Verena Seidler-Leirer, Claudia Horvath-Griemann (Regionalverantwortliche von FemiNINA)

„Leicht und bewegt…

…hat sich der Nachmittag angefühlt“, so sagte eine Besucherin des Internationalen Frauencafés in der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing.

Zwölf Frauen und fünf Mädchen aus sieben verschiedenen Herkunftsländern haben sich am Donnerstag, 26.07.2018 das erste Mal zum Kennenlernen, zum Austausch über das Leben, über Träume etc. und zum gemeinsamen Tun eingefunden.

Bis Ende des Jahres sind insgesamt fünf Zusammenkünfte geplant. Diese sind Teil einer Kooperation mit dem Verein OMEGA (Graz), gefördert vom Bundesministerium für Europäische Integration und die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung.

Die Internationalen Frauencafés werden von Lilian Guggi organisiert, die selbst aus Uganda stammt, aber seit 32 Jahren in Österreich lebt. Mag.a György Schmeiser, gebürtige Ungarin und seit langem Burgenländerin, hat mit ihren Anregungen zum Tanzen und gemeinsamen Singen eine bewegende, wunderbar einfühlsame und berührende Einstiegsatmosphäre geschaffen. Da waren sich Nicht-Burgenländerinnen und Burgenländerinnen einig.


Südburgenländische Familienberatungsstellen müssen Beratungsstunden kürzen

Zeitungsartikel der Bezirksblätter Güssing vom 3. Juli 2018

https://www.meinbezirk.at/guessing/

Burgenländische Informationsstellen für Frauen- und Mädchengesundheit

Wir freuen uns, dass Frauen- und Mädchengesundheit nun auch im Burgenland verstärkt zum Thema wird. Mit finanzieller Unterstützung von Frauenreferat und Sozialreferat des Landes Burgenland vertiefen und erweitern die Frauenberatungsstellen ihre Arbeit in diesem Bereich. Kooperationen mit ÄrztInnen, TherapeutInnen und anderen Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich werden ausgebaut.

Der DAFF - Dachverband Burgenländischer Frauen-, Mädchen und Familienberatungsstellen wurde vom Frauen- und Sozialreferat des Amtes der Burgenländischen Landesregierung nominiert, Informationsstellen für Frauen- und Mädchengesundheit zu konzipieren und in allen sieben Bezirken des Burgenlandes umzusetzen.

Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass das Burgenland eines von nur zwei Bundesländern ohne Frauengesundheitszentren ist.

Um sicherzustellen, dass interessierte Frauen und Mädchen diese Einrichtung auch tatsächlich in Anspruch nehmen können, haben wir eine dezentrale Lösung entwickelt. Die „Burgenländischen Informationsstellen für Frauen- und Mädchengesundheit“ werden an die bestehenden Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen angebunden. Dies gewährleistet die Nutzung des hier vorhandenen Know-how, der langjährig aufgebauten Netzwerke und der infrastrukturellen Ressourcen der Beratungseinrichtungen in allen burgenländischen Bezirken.

Sechs regionalverantwortliche Mitarbeiterinnen zeichnen für die Umsetzung in der Region, das sind

  • für den Bezirk Neusiedl/See

Frau Mag.a Maria Ramminger – Klinische- und Gesundheitspsychologin

  • für die Bezirke Mattersburg und Eisenstadt

Frau Lena Sinowatz BA – Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin

  • für den Bezirk Oberpullendorf

Frau DSAin Nina Piniel - Diplom-Sozialarbeiterin und Outdoor-Pädagogin

  • für den Bezirk Oberwart

Frau Mmag.a Claudia Horvath-Griemann - Pädagogin, Theologin, Supervisorin

  • für den Bezirk Güssing

Frau Ute Onzek - Diplomierte Lebens- und Sozialberaterin, Laufbahncoach, Trainerin

  • Für den Bezirk Jennersdorf

Frau Mag.a Barbara Zach MA – Sozialarbeiterin

Geleitet wird dieses Projekt von

Frau Mag.a Karin Behringer-Pfann

Klinische und Gesundheitspsychologin und Supervisorin.

Geschäftsführerin „Der Lichtblick“ - Neusiedl am See,

Frau DSAin Renate Holpfer

Diplomsozialarbeiterin, Supervisorin und Coach, Psychosoziale Prozessbegleiterin, Mobbingberaterin

Geschäftsführerin „Verein Frauen für Frauen Burgenland“

Als Projektkoordinatorin ist

Frau Renate Schwarzer

Tel. 0677-62848473

Email: r.schwarzer@frauendachverband.at

zur Beantwortung Ihrer Fragen rund um das Projekt „Burgenländische Informationsstellen für Frauen- und Mädchengesundheit“ gerne für Sie da.

Nachlese zur Pressekonferenz 26.06.2018 in Eisenstadt:

https://www.burgenland.at/news-detail/news/burgenland-schafft-zentren-fuer-frauen-und-maedchengesundheit/

https://www.bvz.at/burgenland/gesellschaft/burgenlandweit-frauen-und-maedchengesundheitszentren-ab-september-burgenland-frauen-und-maenner-gesundheit-101296590

http://burgenland.orf.at/news/stories/2921335/

Die Anliegen von Frauen und Mädchen sind uns wichtig

Die Frauen- und Mädchenberatung Jennersdorf ist im Mai 2017 in die Hauptstraße 15 übersiedelt. Mit dem Umzug in neue, barrierefreie Räumlichkeiten, erhielt der Standort die Anerkennung für die Durchführung von Familienberatung, gefördert durch das Bundesministerium für Familie und Jugend.

Nach einem Jahr am neuen Standort, blicken wir auf spannende Begegnungen mit vielen Frauen zurück und erinnern uns an die vielfältigen, zum Teil auch sehr (be)drückenden Herausforderungen, vor denen sich Frauen – manchmal auch plötzlich - gestellt sehen.

Etwa 170 Frauen wurden in 1400 Beratungsstunden seit damals beraten und durch schwierige Lebenssituationen begleitet.

In unserer täglichen Arbeit wird sichtbar, was fehlendes oder niedriges Einkommen für fatale Auswirkungen hat, wenn die Auswirkungen einer Scheidung, des Job-Verlustes oder ein Schicksalsschlag - wie Erkrankung oder Todesfall - abgefedert werden müssen. Die Beratungen des letzten Jahres zeigen auch, dass Gewalt gegen Frauen ein großes Thema ist, ob in Familien, im Freundeskreis, in Schulen oder durch die Nutzung von neuen Medien.

Die vielseitigen Problemstellungen und die wachsenden Beratungszahlen dokumentieren, wie wichtig unsere Arbeit ist. Wir hören zu und nehmen uns ausreichend Zeit. In den Beratungen finden wir heraus, welche Stärken und Ressourcen jede Frau mitbringt. Bei Bedarf begleiten wir Frauen auch zu Amtswegen. Wir lassen uns auf aktuelle Lebensfragen ein und erarbeiten gemeinsam bestmögliche Strategien, damit unsere Klientinnen in Zukunft ihren Alltag besser bestreiten können.

Zwei Mal im Monat bietet das Frauenreferat Burgenland kostenlos juristische Beratung bei uns in der Beratungsstelle an.

Um einen kurzen Einblick in unsere Arbeit geben zu können, zeigen wir anhand eines Beispiels fiktiven wie eine Beratung verlaufen kann:

Frau B. ist 47 Jahre alt, nach einer Krebsoperation nur mehr beschränkt arbeitsfähig und leider ist auch ihr Mann vor kurzem verstorben. Frau B. kann sich das gemeinsame Haus nicht mehr leisten, findet keinen Job und ist mit dieser Situation derzeit überfordert. Frau B. möchte auch ihre Familie nicht mit ihren Sorgen belasten und wendet sich an die Frauenberatung in Jennersdorf. Frau B. beschreibt der Beraterin ihre Situation und kann auch ihre Traurigkeit und Verzweiflung aussprechen. Gemeinsam entwickeln wir einen Plan, wie sie diese vielen Baustellen in den Griff bekommen könnte: Wir unterstützen bei der Jobsuche, begleiten sie bei Regelung der Verlassenschaft, unterstützen bei der Beantragung von Rechtsansprüchen und Beihilfen. Wir besprechen mit ihr ihren gesundheitlichen Zustand, um vielleicht einen Antrag auf Rehabilitation oder Umschulung zu stellen. Wenn nötig sind wir bei der Suche nach günstigeren Wohnmöglichkeiten behilflich.

Neben dem Beratungsalltag sind wir bemüht, immer wieder an die Öffentlichkeit zu treten, um auf die Anliegen Frauen aufmerksam zu machen. Wir wollen Hemmschwellen abbauen und laden interessierte Frauen und Gruppen in unsere Beratungsstelle ein, damit sie unsere Einrichtung besser kennenlernen können.

Kontakt:

Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Jennersdorf

8380 Jennersdorf, Hauptstraße 15

Tel.: 03329-45008

info@frauenberatung-jennersdorf.at

Das war der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit - 28.05.2018 im Burgenland

Wir freuen uns, dass Frauen- und Mädchengesundheit nun auch im Burgenland verstärkt zum Thema wird. Mit finanzieller Unterstützung von Frauenreferat und Sozialreferat des Landes Burgenland vertiefen und erweitern die Frauenberatungsstellen ihre Arbeit in diesem Bereich. Kooperationen mit ÄrztInnen, TherapeutInnen und anderen Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich werden ausgebaut.

Frauengesundheit im Focus – dieser Leitgedanke wurde auch am Internationen Aktionstag für Frauengesundheit in den Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen des Burgenlandes mit vielfältigen Angeboten umgesetzt.

Dank zahlreicher PartnerInnen-Institutionen und -Einrichtungen sowie großzügiger Sachspenden gab es für unsere Besucherinnen aller Altersgruppen einen bunten Mix aus aktiven Bewegungseinheiten und Wissenstransfer zu Ernährungsthemen, Wirkung und Möglichkeit von Kräutern, Bibliotherapie etc. in entspannter, lockerer Atmosphäre.

In persönlichen Interviews wurden Wünsche, Anregungen und Bedarf für künftige Angebote im Bereich Frauengesundheit erhoben.

Dabei zeigte sich, dass die Bedeutung von Gendermedizin (Unterschiede medizinischer Symptome und Krankheitsbilder bei Männern und Frauen) sowie die Wichtigkeit von psychischer und physischer Gesundheit vermehrt bewusst wahrgenommen wird, es aber noch sehr viel mehr an Informationen bedarf.

Frauen und Mädchen sind froh, dass hier „endlich etwas weitergeht“ und freuen sich auf die Angebote der „Burgenländischen Zentren für Frauen- und Mädchengesundheit“.

Als zentrale Punkte kristallisieren sich die Wichtigkeit der Entlastung von Frauen mit Mehrfachbelastung sowie grundsätzliches und vertiefendes Wissen zur Frauengesundgesundheit heraus. Viele Frauen sind verunsichert, weil es dazu bisher zu wenig bzw. nur oberflächliche Informationen gibt. Verunsicherung schafft auch die Tatsache, dass – speziell im ländlichen Bereich - die Erreichbarkeit (fehlende öffentliche Verkehrsanbindung, keine ausreichende regionale ärztliche Versorgung) oft eine unüberwindbare Hürde darstellt.

Angesprochene Themen waren z.B. Burn-out-Prävention, Hilfestellung bei chronischen Schmerzen, Selbsthilfegruppen für Mütter von behinderten Kindern oder pflegende Angehörige, Alternativmedizin (Homöopathie, Sakralenergetik – auch für Kinder), Entspannungstechniken, Selbstverteidigung mittels Achtsamkeits- und Persönlichkeitsstärkung (Körperspannung, „Nein“-Sagen lernen), Enttabuisierung des Wechsels, Demenz und viele mehr.

Als wesentliches Anliegen unserer Frauen und Mädchen zeigte sich der Erfahrungs- und Wissensaustausch einerseits mit Expertinnen, Ärztinnen und Therapeutinnen und andererseits mit anderen Frauen.

Unser Auftrag ist es daher, den Frauen und Mädchen des Burgenlandes mit fundierter Information, gezielten Angeboten und der Zusammenarbeit mit Expertinnen Sicherheit zu geben. Und damit die Grundlagen für eine gesunde Selbstwahrnehmung, das Ansprechen von Unsicherheiten und ein mündiges Entscheiden zu schaffen.

Pressekonferenz in Eisenstadt

Die vorgenommenen Kürzungen der Budgets für Familienberatung veranlassten Frau Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf im Rahmen einer Pressekonferenz die Leistungen der Burgenländischen Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen hervorzuheben. Den Geschäftsführerinnen der sieben Beratungseinrichtungen bot sie auch die Gelegenheit, die Größenordnung der seit vielen Jahren gebotenen Leistungen - fast 30.000 Beratungs- und Informationsgespräche, engagierte Öffentlichkeitsarbeit zu frauen- und mädchenrelevanten Themen, zahlreiche Projekte zur Stärkung von Frauen und Mädchen - darzustellen. Im Focus stand aber der den Kürzungen geschuldete Verlust von fast 600 Beratungseinheiten und die massiven Probleme, die der dahinterliegende Einsparungsdruck den Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen verursacht. Landesrätin Mag.a Eisenkopf hat den Geschäftsführerinnen zugesagt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die finanzielle Krise der Beratungsstellen abzufedern. Vollständig und langfristig kann sie Kürzungen durch den Bund aber nicht übernehmen. So wie die Akteurinnen der Frauenberatungseinrichtungen, hofft Landesrätin Mag.a Eisenkopf, dass die Frauenprojektförderung nicht gekürzt wird.

Auf dem Foto von li n. re: Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, Doris Horvath, Renate Holpfer, Karin Hammerschmidt, Mag.a Karin Behringer-Pfann

„Wir sind der Maßstab“ – Unterstützung aus dem Burgenland für österreichweite Kampagne

Karall: „Wir wollen keinen Orden, sondern faire Rahmenbedingungen“

„Gute Bedingungen für Alleinerziehende sind gute Bedingungen für alle Familien“

Eisenstadt, am 18.05.2018 - Nach der Pressekonferenz am „Tag der Familie“ zum Thema „Wir sind der Maßstab" zu der Jana Zuckerhut von der ÖPA (Österreichische Plattform für Alleinerziehende), Sarah Zeller vom Verein Juno und Vorstandsmitglied der ÖPA, Anika Karall vom Verein Alleinerziehend - aber nicht allein! und die alleinerziehende Studentin Fedora Chudoba in den Presseclub Concordia geladen hatten, kommt auch Unterstützung aus dem Burgenland.

Der Verein Alleinerziehend – aber nicht allein begrüßt und unterstützt die Kampagne „wir sind der Maßstab. Die Kampagne steht für:

 finanzielle Sicherheit

 für faire Familienpolitik

 für Vereinbarkeit von Kindern und Beruf.

www.alleinerziehende.org

Der Verein Alleinerziehend-aber nicht allein wurde im Sommer 2017 von Obfrau Anika Karall, mit dem Ziel Alleinerziehende im Burgenland zu vernetzen und in allen Belangen zu unterstützen, gegründet. Um die Rahmenbedingungen im Burgenland für Alleinerziehende zu verbessern, traf sich der Verein zu Arbeitsgesprächen mit Familienlandesrätin Verena Dunst. „Wir wollen keinen Orden, sondern faire Rahmenbedingungen“, sagt Karall und verweist auf die besondere Bedeutung einer ausgedehnten Kinderbetreuung für Alleinerziehende.

Dunst: "Alleinerziehende Eltern sind wahre Heldinnen und Helden des Alltags. Gemeinsam mit dem Familienreferat arbeite ich seit Jahren daran, dem veränderten und vor allem vielfältigeren Familienbild passende Rahmenbedingungen zu bieten. Im Bereich der Kinderbetreuung ist das Burgenland österreichweiter Spitzenreiter.“

"Der Verein Alleinerziehend leistet tolle Arbeit. Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit und auf viele Inputs für meine Regierungsarbeit. Gemeinsam wird es uns gelingen auch die Anliegen der Alleinerziehenden vermehrt zu berücksichtigen“, sagt Dunst abschließend.

Am Bild von links nach rechts: Mitglieder Verein Alleinerziehend: Otto Kropf, Daniela Mayer, Sandra Gerdenitsch, Katja Holper, Familien- und Agrarlandesrätin Verena Dunst, Anika Karall

Die Goldmarie gibt’s nur im Märchen

Frauen verdienen durchschnittlich um ein Viertel weniger und bekommen durchschnittlich um etwa 40’% weniger Pension. An der Leistung kann es nicht liegen. Danach müssten Frauen reich sein.

Im Bibliotheksgespräch am 3.5., einer Veranstaltung im Rahmen des von der Europäischen Union und dem Land Burgenland geförderten Projektes „WIM - Wissen ist Macht“, erläuterten Rosemarie Ertl vom Netzwerk Österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen und Martin Schenk, stv. Direktor der Diakonie und Autor zahlreicher Bücher (zuletzt: "Genug gejammert"), die gesellschaftlichen Regeln, die Armut generell und Frauenarmut im Speziellen fördern. Dank der anregenden Impuls-Beiträge, moderiert von Christl Reiss, und der engagierten Beteiligung der BesucherInnen mündete der Abend in einen spannend, kraftvollen Austausch mit beginnenden Vernetzungsaktivitäten für mehr Geschlechter- und Verteilungsgerechtigkeit.

Auf dem Foto von links nach rechts:

Rosemarie Ertl, Netzwerk Österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Moderatorin Christl Reiss, Martin Schenk, Diakonie Österreich

20 Jahre im Verein Frauen für Frauen

Die langjährige Mitarbeiterin und Geschäftsführerin des Vereines Frauen für Frauen Burgenland, Renate Holpfer, feiert in diesem Jahr ihr 20jähriges Berufsjubiläum.

„In diesen 20 Jahren, habe ich erlebt, wie Frauen sich gegenseitig beistehen, einander stärken und gemeinsam wachsen können. Und ich habe erlebt, wie viel wir gemeinsam bewirken können, ohne Freude, Kraft und Humor zu verlieren. Ich freue mich natürlich auch, mit Mag.a Magdalena Freißmuth eine kompetente und tatkräftige Mitstreiterin gewonnen zu haben und von Mitarbeiterinnen umgeben zu sein, die ihr Wissen, ihr Engagement und ihr Einfühlungsvermögen täglich von neuem zur Verfügung stellen“, so Renate Holpfer.

In den Frauenberatungsstellen in Oberwart, Güssing und Jennersdorf können Frauen Familien-, Paar- oder Frauen- und Mädchenberatung sowie Finanzcoaching in Anspruch nehmen oder sich Hilfe in juristischen Angelegenheiten holen. Es ist auch eine Unterstützung auf der Jobsuche im Rahmen der arbeitsmarktpolitischen Beratung möglich.

Als Erstkontaktstelle für Frauen und Mädchen wird der Verein weiterhin mit Kompetenz und Engagement informieren, beraten, begleiten, vernetzen und sich gemeinsam für Frauenrechte stark machen.

Foto: Die zwei Geschäftsführerinnen Renate Holpfer und Magdalena Freißmuth

Safer Internet in Oberwart

Digitale Medien verändern unsere Lebens- und Arbeitswelt. Sie bieten unzählige Möglichkeiten, bringen aber auch gewisse Gefahren mit. Prävention durch Information war das Motto für einen Vortrag, der in der Frauenberatungsstelle in Oberwart veranstaltet wurde. „Nur wenn frau gut informiert ist, wird sie sicher das Internet nutzen können“, so Geschäftsführerin Mag.ᵃ Magdalena Freißmuth, „Das Thema ist sehr schnelllebig, neue Plattformen und Angebote kommen täglich dazu. Wir wollen den Frauen zeigen und erklären, wie sie das Netz für sich gut und sicher nutzen können“.

Im Rahmen des Projekts „Wissen ist Macht“, das auf Initiative der LRin Verena Dunst und mit der Unterstützung vom ESF in der Frauenberatungsstelle Oberwart durchgeführt wird, wurde die Veranstaltung angeboten.

„Wir wollen den Frauen die Möglichkeiten und Optionen der digitalen Medien näher bringen. Sie werden danach selbstständiger und fühlen sich mit den erworbenen Fähigkeiten sicherer“, so Freißmuth.

Foto: Anita Wernisch (Projektmitarbeiterin), Magdalena Freißmuth (Projektleiterin), Christian Barboric (Trainer)

Aber immer wieder packen mich das Meer und die Wellen

Michaela Hainisch verfügt gleich über zwei Wege des kreativen Ausdrucks. Sie malt und sie schreibt. Zurzeit sind mittel- und großformatige Bilder - den Schwerpunkt bildet die Farbe Blau - in der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing zu sehen. Die Vernissage am Donnerstag, 19.04.2018 bot ein beglückendes Ambiente für Sinnesfreuden und anregende Gespräche unter den zahlreichen Besucher*innen. Michaela Hainisch arbeitet, malt und schreibt in der Oststeiermark: www.theartistin.at.

Ihre Bilder sind noch bis Ende Mai in der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing zu sehen.

Foto: Geschäftsführerin Renate Holpfer und Künsterlin Michaela Hainisch

Private und berufliche Interessen in Einklang bringen

Das stand im Zentrum eines Austausches, den Andrea Györy, Leiterin eines vom Bildungszentrum ZIB Training angebotenen Kurses für Frauen. Mögliche Instrumente für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben wurden in diesem Kurzworkshop genauso aufgezeigt wie die Auswirkungen von Stress auf den Körper und wie die Balance gefördert werden kann. Sichtbar geworden sind auch die Grenzen, an die Frauen bei ihren diesbezüglichen Versuchen immer wieder stoßen.

Ute Onzek, Beraterin in der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing, hat die Gelegenheit genützt, die umfangreichen Beratungsangebote von Frauen für Frauen Burgenland vorzustellen.

Foto: Beraterin Ute Onzek, Frauenberatungsstelle Güssing beim Besuch einer AMS Kursmaßnahme des Bildungsinstituts ZIB Training im Technologiezentrum Güssing mit der Kurstrainerin Frau Andrea Györy.

(Berufliche) Zukunft mit Aussichten

Im Frauenberufszentrum Oberwart finden Frauen, die sich weiterbilden möchten oder nach einer passenden Ausbildung suchen, entsprechende Unterstützung.

„Es ist uns wichtig, den Frauen die beruflichen Möglichkeiten in den für sie unüblichen Berufen, wie z.B. Metalltechnik, aufzuzeigen“, so Mag.a Magdalena Freißmuth, die das FBZ leitet, beim Besuch von MAZ Großpetersdorf. „Unser FiT (Frauen in Handwerk und Technik) Modul macht das Kennenlernen und hineinschnuppern in die technischen Berufsfelder möglich.“

Ing. Christian Pelzmann, der Leiter vom MetallAusbildungsZentrum meint dazu: „Die Ausbildungsmöglichkeiten bei uns bieten den Frauen tolle Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Die guten Vermittlungsquoten bestätigen, dass eine solide Ausbildung der erste Schritt für eine erfolgreiche berufliche Zukunft ist.“

Beim AMS angemeldete Frauen können im Frauenberufszentrum in Oberwart ein Clearinggespräch unter 03352-20510 vereinbaren, um individuelle Lösungen und passende Optionen für ihr berufliches Weiterkommen zu finden.

Foto: Besuch vom FBZ im MAZ Großpetersdorf

FRIDA – eine Bibliothek für Frauen

In der Frauenberatungsstelle Oberwart befindet sich die FRIDA Frauenbibliothek, die die zweite öffentliche Bibliothek in Oberwart ist.

Ein interessantes Angebot an Büchern zu Frauenthemen, aber auch Belletristik sowie zahlreiche Zeitschriften stehen den Frauen zur Verfügung.

“Immer mehr Leserinnen besuchen unsere Räume, um vor Ort zu schmökern, in den Büchern länger zu stöbern und bei uns zu verweilen. Daher haben wir uns entschlossen, die Öffnungszeiten zu verlängern. Unsere Türen stehen am Dienstag und Donnerstag von 13.00 bis 17.00 Uhr für die Leserinnen offen“, sagt Sigrid Engel, Bibliothekarin.

„Unser Angebot haben wir in Richtung Bibliotherapie erweitert. Wir haben spezielle Literatur angeschafft, die unser Beratungsangebot unterstützt und ergänzt. Zu vielen Themen, mit denen wir täglich zu tun haben, wie Scheidung, Trennung, Probleme mit den Kindern, Gewalt etc., gibt es entsprechende Werke zum Nachlesen“, so die Geschäftsführerin Magdalena Freißmuth.

Foto: Bibliothekarin Sigrid Engel mit Geschäftsführerin Mag.a Magdalena Freißmuth

Frauen*Volksbegehren 2.0 –

Schon mehr als 200.000 Unterschriften!

Es geht aber weiter und es sollen noch viele Unterstützungserklärungen dazu kommen!
Bis zum 4. April 2018 ist es möglich Unterstützungserklärungen abzugeben. Diese gelten dann gleich als Unterschriften für das Volksbegehren. Das geht so:

  • per Bürger*innenkarte Handysignatur – also auch von zuhause aus
  • an jedem Gemeindeamt in Österreich – unabhängig vom Hauptwohnsitz. Dazu ist ein Personalausweis, Pass oder Führerschein mitzubringen!

Die konkreten Forderungen finden Sie unter: https://frauenvolksbegehren.at; Mehrere Beiträge zum Frauen*Volksbegehren 2018 finden Sie in der letzten Ausgabe der JOSEFA.

Wir haben Frauen und Männer eigeladen, zu sagen, warum sie das Frauen*Volksbegehren unterstützt haben oder noch unterstützen werden. Sie haben die Möglichkeit, ihre Gründe auf unserer Homepage www.frauenberatungsüdbgld.at bzw. auf der Facebookseite von Frauen für Frauen Burgenland zu lesen. Natürlich ist auch Ihr positives Statement für das Frauen*Volksbegehren willkommen. Schicken Sie ihren Satz mit Ihrem Foto an: info@frauenberatung-guessing.at

Los geht’s!

Brot und Rosen zum Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März hat der Verein Frauen für Frauen Burgenland Rosen und Brot an Frauen verteilt.
Bereits 1912 haben die Frauen nach dem Gedicht von James Oppenheim gesungen:
„Drum kämpfen wir um’s Brot und wollen die Rosen dazu. Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bessrer Tag“.
„Auch wenn inzwischen mehr als 100 Jahre vergangen sind, haben Frauen mit ähnlichen Themen zu kämpfen. Darauf wollen wir mit der Aktion aufmerksam machen“, so Geschäftsführerin Magdalena Freißmuth.

Vortrag „Geld und Wert“

In der Frauenberatungsstelle Güssing fand am 01.03.2018 ein Vortrag im Rahmen des ESF Projektes „Wissen ist Macht“ mit dem Titel „Geld und Wert“ statt. Dr.in Milena Nadal hat in einfacher und verständlicher Weise alles rund ums Thema Geld mit den Schwerpunkten Geschichte und Entwicklung des Geldes, Arten und Funktionen des Geldes, Darstellung des jetzigen Finanz- und Bankensystems und eigenverantwortlicher Umgang mit Geld den interessierten Teilnehmerinnen nähergebracht. Anschließend wurden die Bilder „Geldscheinblüten“ von Sophia Brandner bestaunt.

Allein verantwortlich und das andauernd

Laut Statistik Austria lebten im Jahr 2016 im Burgenland etwa 4.400 alleinerziehende Mütter mit mind. einem Kind unter 25 Jahren.

Alleinerzieherinnen und ihre Kinder sind also längst nicht mehr Notfälle der dörflichen oder kleinstädtischen Gemeinschaften, sie sind auch auf dem Land Teil des normalen Alltags geworden. Und trotzdem.

Während alleinerziehende Männer, nach wie vor eine Minderheit, oft Mitgefühl, Solidarität und Hilfsbereitschaft der ganzen Umgebung erwachen lassen, sehen sich alleinerziehende Frauen meistens alleingelassen und vor große Herausforderungen gestellt.

Die Lebensbedingungen von alleinerziehenden Frauen ziehen sich als Brennpunktthemen durch die bald 30jähre Geschichte der Beratungseinrichtungen von Frauen für Frauen Burgenland. Die speziellen Wirklichkeiten im Leben von alleinerziehenden Frauen verbinden Mitarbeiterinnen und Klientinnen, fordern und fördern Austausch und gemeinsames Nachdenken.

Im Dezember 2017 hat sich, der Einladung der Plattform Alleinerzieherinnen folgend, in Oberwart eine Gruppe alleinerziehender Frauen getroffen. Der Austausch über das Image Alleinerziehender stand diesmal im Zentrum.

Da war die Rede von Schuldgefühlen, davon dass alleinerziehende Mütter es als ihr Versagen sehen, den Kindern keine „normale Familie“, keinen liebenden Vater bieten zu können unabhängig davon wie viel oder wie wenig Sorge und Erziehungsarbeit die Väter jeweils geleistet hatten.

Häufig kam in den Gesprächen der Begriff „Mangel“ vor. Es mangelt an Zeit für die Kinder, für sich selbst. Es mangelt an Geld, selbst für die Deckung grundlegensten Bedürfnisse des Lebens. An die spontane Erfüllung von Wünschen ist gar nicht zu denken, weder an die der Kinder – was oft weh tut – und schon gar nicht an jene von sich selbst. „Die spüre ich kaum noch“, erklärt eine Frau. Nicht zuletzt mangelt es an sozialer Sicherheit, der Sicherheit zum Beispiel, das Auto reparieren lassen oder einen Kühlschrank kaufen zu können, wenn der alte kaputt ist. Frauen berichten über die immer wiederkehrende Vorstellung, sie hätten etwas Wesentliches in ihrem Leben falsch gemacht.

Realität ist, dass auf dem Land lebende Frauen kaum bis keine Jobs finden, mit denen sie ein gutes Leben für sich und die Kinder finanzieren können. Vielmehr fristen viele mit niedrig bezahlten Teilzeit-Arbeitsverhältnissen ihr Dasein. Realität ist auch, dass gute Jobs Mangelware und das öffentliches Verkehrsnetz in vielen ländlichen Regionen kaum oder gar nicht vorhanden ist.

Die Grundhaltung, in jede Familie gehöre ein Mann, ist auf dem Land noch vorherrschend, wenngleich auch in den Dörfern viele Ehen geschieden werden. Obwohl immer mehr Frauen berufstätig sind, gilt in den Köpfen der Menschen noch immer der Mann als Versorger, während die Frauen das Gros der unbezahlten Arbeit erledigen und mit Teilzeitberufstätigkeit das Familieneinkommen aufbessern.

„Seit der Scheidung muss ich uns alleine durchbringen. Für die Versorgung und Erziehung der Kinder, für Geborgenheit und Harmonie war ich auch vorher alleine da“. Der Stolz auf die Kinder wird gerne auf zwei Schultern verteilt, die Sorge liegt ausschließlich auf meinen“ oder: Seit der Scheidung hat er das „Ob“, ich habe die „Sorge“.

Zum Leben alleinerziehender Frauen gehören der – oft über Jahre andauernde -Kampf um regelmäßige Unterhaltszahlungen und –anpassungen. sorgenvoll schlaflose Nächte und das ständige Gefühl, nie zu genügen, selber übrig zu bleiben.

Tatsächlich bleiben weder Zeit noch Energie für Veranstaltungen oder Kinobesuche, für den Aufbau neuer sozialer Netze und Freundschaften.

„Das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ bringt eine Frau zur Verzweiflung. Sie meint, die Sichtweise „Wer arm ist, ist auch faul und damit selber schuld“ ist so weit verbreitet, dass sie das manchmal sogar selber denkt. Sie tut alles was in ihrer Macht steht, um die Potenziale ihrer Kinder zu fördern.

Längst können viele Frauen nicht mehr auf die viel gepriesenen familiären Ressourcen (Finanzielle Versorgung, Kinderbetreuung ect.) zurückgreifen.

„Eigentlich sind wir Heldinnen!“, kommt es plötzlich aus der Gruppe. „Wir haben Trennungen überwunden oder den Mut aufgebracht, uns aus Beziehungen zu lösen. Wir haben neu angefangen und stellen uns dem täglichen Überlebenskampf. Wir verschaffen uns Übersicht und treffen Entscheidungen. Wir haben wenig Geld, über dieses können wir aber selber verfügen.

Eine Frau erinnert sich an ihre Oma, die ihr Leben als Alleinerzieherin gemeistert hat. Als Unternehmerin mit zwei Friseurgeschäften und einem Chaoshaushalt hatte sie es oft unheimlich schwer, Beruf und Kinder zu managen. Sie hat ihre Entscheidung, sich vom Vater der Kinder zu trennen, nie bereut. Sie war humorvoll und hat den Kindern immer das Gefühl gegeben, dass das Leben gut ist, auch wenn es oft nicht rund läuft.

Einig sind sich die Frauen darin, dass es eine Politik braucht, die die Anerkennung von Einelternfamilien als normale Lebensformen fördert. Der Unterhalt für Kinder soll staatlich sichergestellt werden. Es braucht außerdem die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum und umfangreichen Kinderbetreuungsangeboten, die den Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht werden.
(U.Onzek, R. Holpfer)

Im Gespräch – Verein Frauen für Frauen und BIP Pinkafeld

Der Verein Frauen für Frauen Burgenland steht den Frauen mit drei Beratungsstellen zur Verfügung. In Oberwart, Güssing und Jennersdorf kann frau mit einem Beraterinnen-team nach Lösungen suchen und die nötige Unterstützung bekommen. Die Kooperationen mit Organisationen, Vereinen und Institutionen aus der Region rundet das Angebot ab und macht ganzheitliche Hilfe möglich.

Bei der 2jährigen Jubiläumsfeier vom BIP (Begegnung in Pinkafeld) war auch der Verein Frauen für Frauen Burgenland vertreten und hat dies zum Anlass genommen, sich über künftige gemeinsame Aktivitäten auszutauschen.

„Wir freuen uns, am 12. März in Kooperation mit BIP den interessierten Frauen einen Vortrag mit unserer medizinischen Beraterin anzubieten. Es gibt die Möglichkeit vor Ort, die Antworten auf die wichtigen Fragen oder aktuelle Informationen zu bekommen. Anschließend können die Frauen Einzeltermine bei Dr.in Verena Seidler vereinbaren, wo auch die individuellen Lösungen besprochen werden“, so Magdalena Freißmuth, Geschäftsführerin im Verein.

Foto: Magdalena Freißmuth und Elias Bierdel

„VON EINER ZUR ANDEREN“ - Von einer schmerzhaften Kindheit zu einem neuen Leben

Bibliotheksgespräch und Lesung in der Frauenberatungsstelle Oberwart

„Heilung geschieht, wenn ich mich dem Vergangenen noch einmal stelle“

Petra Szammer, selbständige systemische Familientherapeutin und Traumatherapeutin, hat sich ihrer Geschichte gestellt und sie in der Biographie „Von einer zur anderen“ thematisiert. Das Buch ist das Ergebnis einer Reise in die Vergangenheit, wo sie sich lange mit Puzzleteilen ihrer Lebensgeschichte auseinandergesetzt und sie letztendlich in Buchform wieder zusammengefügt hat.

Gewohnt einfühlsam und nachgehend hat Christl Reiss die Entstehungsgeschichte des Buches Seite für Seite geöffnet.

Interessierte und persönliche Rückfragen aus dem Publikum und Gespräche bei den Buchsignaturen haben den Abend abgerundet.

FIT für technische Ausbildung

Das Frauenberufszentrum in Oberwart bietet den an Aus- und Weiterbildung interessierten Frauen die Möglichkeit, sich beraten zu lassen, um den Weg der Umorientierung oder des Wiedereinstiegs zu erleichtern.

„Bei Interesse an einer technischen Ausbildung bieten wir den Frauen die Teilnahme am FiT - Workshop (Frauen in Handwerk und Technik) an. Das sind oft die ersten Schritte in die Arbeitswelt der technischen und handwerklichen Berufe. Die Teilnehmerinnen können auch durch praktisches Tun die Bereiche erforschen. Die angebotenen Exkursionen ermöglichen das Kennenlernen der Ausbildungsinstitutionen“, so
Mag.a Magdalena Freißmuth, die Projektleiterin.

Das Burgenländische Schulungszentrum BUZ Neutal wurde zuletzt von der Gruppe besucht. Der Bereichsleiter, Johann Oberhofer, meint dazu: „Es ist wichtig, dass sich die Frauen vor Ort über die angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten überzeugen können. Die Hemmschwelle entfällt somit und erleichtert die Entscheidung. Die guten Vermittlungsquoten bestätigen, dass eine solide Ausbildung der erste Schritt für eine erfolgreiche, berufliche Zukunft ist.“

Beim AMS angemeldete Frauen können im Frauenberufszentrum in Oberwart ein Clearinggespräch unter 03352-20510 vereinbaren, um individuelle Lösungen und passende Optionen für berufliches Weiterkommen zu finden.

Die letzte Erhebung, wie viel Familien für ihre Kinder aufwenden müssen um ihre Bedürfnisse abzudecken, fand 1964 statt. Seitdem hat sich die Ausgabenlage wesentlich verändert. Beispielsweise waren Handys und Computer damals noch nicht am Markt. Derzeitige Regelbedarfssätze im Unterhaltsrecht oder in der Familienförderung basieren immer noch auf den Zahlen der 1960er Jahre.

Deshalb forderten mehr als 80 Organisationen eine aktuelle Kinderkostenstudie, darunter auch der Verein Frauen für Frauen Burgenland gemeinsam mit ÖPA (Plattform für Alleinerziehende).

Das Österreichische Institut für Familienforschung ÖIF an der Uni Wien hat im Jänner 2018 eine Piloterhebung durchführen lassen, um eine repräsentative Erhebung jener Ausgaben, die Eltern für ihre Kinder tätigen, zu erheben. Diese hat folgende Teile umfasst:

  • Online-Fragebogen zur Haushaltsstruktur und den Großausgaben für Kinder über einen bestimmten Zeitraum.
  • Online-Haushaltsbuchs, in dem die kinderspezifischen Ausgaben des Erhebungsmonats Jänner 2018 eingetragen wurden.
  • Endfragebogens, der abschließend zusammenfassende Informationen erhebt

Die Frauenberatungsstelle Güssing bedankt sich bei allen Müttern, die dazu beigetragen haben, dass das Datenmaterial aus 1965 aktualisiert werden kann und den politischen Entscheidungsträgern einen aktuellen Einblick in die Kosten für Kinder in Österreich ermöglichen.

Gute Kooperation

Verein Frauen für Frauen Burgenland steht den Frauen mit drei Beratungsstellen zur Verfügung. In Oberwart, Güssing und Jennersdorf kann frau mit einem Beraterinnen-team nach Lösungen suchen und die nötige Unterstützung bekommen. Die Kooperationen mit Organisationen, Vereinen und Institutionen aus der Region runden das Angebot ab und macht ganzheitliche Hilfe möglich.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Verein Wir fürs Tier Oberwart konnte viel Gutes im Leben von Frauen mit Haustieren bewirkt werden. Neben fundierter Information und Beratung, fachlichen Vorträgen zu Themen, wie z.B. der sichere Umgang von Kindern mit Hunden, konnte auch in konkreten Einzelfällen verhindert werden, dass Tiere wegen finanziellen Notlagen vernachlässigt werden mussten oder etwa im Tierheim landeten. „Für verschiedene Problemlagen der Frauen braucht man Kooperationspartner in der Gegend. Alice Pichler, Obfrau vom Verein Wir fürs Tier, steht uns mit Rat und Tat zur Seite, was zu schnellen und effektiven Problemlösungen führt.“, so Anita Wernisch Beraterin der Frauenberatungsstelle Oberwart.

Auf dem Foto von Links: Alice Pichler, Wir fürs Tier, tierschutzqualifizierte Hundetrainerin Petra Frey, Anita Wernisch, Frauenberatung Oberwart

Frauen Raum in Oberwart

Der Verein Frauen für Frauen Burgenland beherbergt am Standort Oberwart die Frauenberatungsstelle, das Frauenberufszentrum und die FRIDA Frauenbibliothek.

Jeden Tag wird die Bibliothek zum „Offenen Lehrraum“ für Frauen, die Unterstützung beim Lernen brauchen, die ihr Deutsch verbessern und andere Aktivitäten in der Gruppe unternehmen wollen.

„Bei uns bekommt frau individuelle Unterstützung, eine Art Nachhilfe, womit die persönlichen Defizite behoben werden. Die Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Arbeitssuche oder für eine Ausbildung. Im Auftrag und in Kooperation mit dem AMS betreuen wir Frauen, um ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und ihr Weiterkommen auf dem Arbeitsmarkt zu erleichtern“, so Mag.a Magdalena Freißmuth, die Geschäftsführerin.

Auch Besichtigungen der regionalen Anlaufstellen bzw. Exkursionen in die möglichen Ausbildungsstätten sowie Betriebsbesichtigungen, um verschiedene Berufsfelder kennenzulernen, stehen auf dem Programm. Demnächst sind drei Exkursionen mit Betriebsführungen geplant. Nähere Informationen unter: 03352-20510.

Der Frauen Raum hat jeden Tag geöffnet: Mo, Di, Do 13.00-17.00 Uhr und Mi, Fr 8:00-12.00 Uhr.

Adresse: Frauenberatungsstelle/ FRIDA Frauenbibliothek, 7400 Oberwart, Prinz Eugen-Str. 12.

Für guten Zweck

100% für den guten Zweck und somit 100%, um Frauen, die in Not geraten, mit ihren Tieren zu helfen. Das besondere Engagement von Sports for hope und dem Verein Wir fürs Tier macht das Helfen möglich. Bei der feierlichen Scheckübergabe hat Marco Halvax die großartige Summe von €2.219,01 an den Verein Frauen für Frauen Burgenland überreicht. Unzählige fleißige Hände haben beim Frauenlauf 2017 in Bad Tatzmannsdorf dafür gearbeitet.

„Mit der Spende können wir Frauen in schwierigen Lebenslagen unterstützen. Beispielsweise haben wir Frauen in der Beratung, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, die aber ihre Tiere nicht zurücklassen können. Aus Angst, es könnte dem Haustier etwas passieren. Leider werden Katzen und Hunde oft auch als Druckmittel verwendet. Viele Frauen können dann nicht in eine Notunterkunft, weil Tiere dort oftmals nicht erlaubt sind. Mit dem Geld können wir in der Beratung schnell und individuell helfen und auch für das Tier eine vorübergehende Lösung organisieren“, so Anita Wernisch, Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle in Oberwart.

Ehrenmitgliedschaft für Shobha Hamann

Mit besonderer Freude konnte Gabriele Huterer, die Obfrau von Frauen für Frauen Burgenland, Shobha Hamann die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft des Vereins überreichen. 16 Jahre war Shobha Hamann Obfrau und hat gemeinsam mit der Geschäftsführung die Geschicke des Vereins geleitet. In dieser Zeit hat sich der Verein stark entwickelt: neue und größere Räumlichkeiten in Oberwart; eine neue Beratungsstelle in Jennersdorf; zahlreiche neue Projekte, darunter das Frauenberufszentrum, der Frauenraum und vieles andere mehr sind entstanden. Das Team der MitarbeiterInnen ist so gewachsen, dass es nun aus 24 besteht. Damit ist der Verein Frauen für Frauen für die Region ein wichtiger Dienstgeber geworden und schafft entsprechend Arbeitsplätze. Für die strukturschwache Region im Südburgenland sind die Beratungseinrichtungen und Kursangebote für alle Frauen eine wesentliche Hilfe und nicht mehr wegzudenken.

Für die tolle Arbeit, die das neue Ehrenmitglied Shobha Hamann mit dem ganzen Team und den Geschäftsführerinnen Renate Holpfer und Magdalena Freissmuth geleistet hat, wurde ihr nicht nur von der Obfrau Gabriele Huterer, sondern von allen Vorstandsfrauen und den beiden Geschäftsführerinnen herzlichst gedankt. Wahrlich ein Grund, um darauf anzustoßen.

Gut vernetzt
Unter dem Titel „Blick in das neue Jahr“ hat der Verein Frauen für Frauen Burgenland am 24. Jänner ein Vernetzungstreffen am Standort Oberwart organisiert. Zahlreiche Institutionen und PartnerInnen aus der Region folgten der Einladung und nutzten die Möglichkeit zum Austausch untereinander.

Die zwei Geschäftsführerinnen, Mag.a Magdalena Freißmuth und DSAin Renate Holpfer, haben über die erfolgreich abgeschlossenen Projekte, über das laufende Beratungsangebot sowie die geplanten Vorhaben für das Jahr 2018 berichtet. Frauenpolitische und -spezifische Themen sowie die Angebote im arbeitsmarktpolitischen Kontext bleiben weiterhin der Schwerpunkt der Frauenberatungsstellen. Es gab für alle Anwesenden die Möglichkeit, Vorschläge für wichtige Themen und künftige Projekte anzubringen. Die Idee des Treffens war, von gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren, um künftig noch besser in der Region agieren zu können.

„Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich bin mit NetzwerkpartnerInnen zusammengekommen und konnte viele interessante Gespräche führen. Die Synergien, die auf diese Weise entstehen, sind im sozialen Bereich sehr viel wert. Wir profitieren von gemeinsamen Erfahrungen, tauschen Informationen aus – so kommen wir zu neuen Ideen, die wir dann in der Region umsetzen können“, so eine Mitarbeiterin einer der Partnerinstitutionen.

„Der Verein erfüllt als Lobby für Frauen in der Region eine wichtige Aufgabe. In vielen gesellschaftlichen Feldern, etwa der Berufswelt, bei der Aufteilung politischer Ämter, bei öffentlichen Budgets und vielen anderen Bereichen gibt es noch sehr viel zu tun, damit Frauen im gleichen Maße wie Männer die Gesellschaft mittragen und -gestalten dürfen und können. Und so lange ist es gut, dass Vereine wie „Frauen für Frauen“ dafür arbeiten.
Den Frauen, die im Vorstand ehrenamtlich arbeiten, sei ein besonderer Dank ausgesprochen; den Frauen, die dies in unserem Verein beruflich machen, Anerkennung für ihr unermüdliches Engagement, die hohe Qualität der Arbeit für ihre Kundinnen beharrlich anzustreben.
Als Obfrau ist es mir ein wichtiges Anliegen, allen Vereinsmitgliedern für ihre Bereitschaft zu danken, zum Verein „Frauen für Frauen“ zu stehen und damit die Anliegen der Frauen zu stärken. Aber wir brauchen auch Ihren Mitgliedsbeitrag! Vor allem können so die Kosten für unsere Zeitung JOSEFA weiterhin gesichert werden.“

Gabriele Huterer

Mag.a Magdalena Freißmuth

Mag.a Magdalena Freißmuth seit Februar 2016 zweite Geschäftsführerin im Verein Frauen für Frauen Burgenland und
Projektleiterin vom Frauenberufszentrum Oberwart.

Die Absolventin der Betriebswirtschaftslehre war etliche Jahre in der freien Wirtschaft (Wien, Burgenland) tätig.
Nach einer Ausbildung zur Kommunikationstrainerin wechselte sie in den sozialen Bereich, wo sie als Trainerin und Projektleiterin tätig war.
„In meiner jetzigen Aufgabe kann ich alle meine bisherigen Erfahrungen aus so verschiedenen Bereichen nutzen und so den Verein bestmöglich führen. Als Frau und Mutter sehe ich die Problemfelder, mit denen frau zu kämpfen hat und kann als Geschäftsführerin dementsprechend agieren und unterstützen.“

DSAin Renate HOLPFER

Diplomsozialarbeiterin, Supervisorin und Coach, Psychosoziale Prozessbegleiterin, Mobbingberaterin

Schwerpunkte: Beraterin mit Geschäftsführungsfunktion, Frauen-, Mädchen- und Familienberatung, Arbeitsmarktpolitische Beratung, Krisenberatung, Mobbingberatung, Psychosoziale Prozessbegleitung, Projekte, Mitarbeit im Dachverband und im Netzwerk österreichischer Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen

Vereinsadresse:

Prinz Eugen-Straße 12
7400 Oberwart

ZVR-Zahl: 381127723, DVR: 4015185


Bankverbindung:

RAIBA Oberwart, IBAN: AT27 3312 5000 0001 8416, BIC: RLBBAT2E125